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4 Dinge für bessere Fortschritte im Training und mehr Motivation

    Hattest du schon mal krasse Fortschritte im Training und warst trotzdem demotiviert?

    Du wusstest nicht, ob du feiern oder heulen sollst?

    Feiern, weil du einen Rekord geknackt hast…

    Heulen, weil du immer noch nicht dort bist, wo du sein möchtest…

    Ich verrate dir was.

    Egal, wie viel Erfolg du hast, wenn du den Fokus beim Trainingsfortschritt falsch legst, wirst du immer unzufrieden damit sein.

    Fortschritte im Training

    Ich gebe dir in diesem Artikel vier Dinge an die Hand, mit denen du mehr Motivation erleben wirst und parallel bessere Fortschritte im Training.

    Mein Ziel ist es, dass du zukünftig deinen Fokus auf das legst, worauf es wirklich ankommt. Und im Idealfall wendest du das Ganze auch auf deine Fortschritte übers Training hinaus an.

    Starten wir mit den Dingen, die es braucht, um überhaupt irgendwelche Fortschritte im Training zu verzeichnen

    Stell dir das Ganze wie eine Reihenfolge vor, die aufeinander aufbaut.

    #1 Du brauchst eine Vision, einen Wunsch oder ein Ideal

    Eine Vision, ein Wunsch oder ein Idealzustand sind die Grundlage für Fortschritte im Training. 

    Du gehst nur in die Umsetzung, wenn du etwas davon hast. Ein Wunsch oder ein Idealzustand ergibt sich meist daraus, dass du etwas bestimmtes nicht mehr möchtest. Das allein ist ein guter Antrieb.

    Eine Vision ist an dieser Stelle ein Geheimtipp, denn die wenigsten haben eine. Hier habe ich schon mal ausführlicher über Vision und Umsetzung geschrieben.

    Die Vision macht dir bewusst, was du möchtest. Da steckt eine ganz andere Motivation dahinter. In der Regel folgen hinter einer großen Vision auch größere Ergebnisse.

    Ein Wunsch oder Idealzustand im Training könnte sein, dass du beweglicher werden möchtest. Vielleicht hast du jemanden beobachtet, wie er in der tiefen Hocke sitzt.

    Beim Versuch es nachzumachen, bist du einfach umgefallen. Das möchtest du jetzt ändern.

    Oder du willst den Handstand lernen aber scheiterst schon daran, im einfachen Stand auf zwei Füßen, die Arme gestreckt über den Kopf zu heben. 

    Möglicherweise möchtest du auch einfach nur stärker werden oder Muskeln aufbauen. Oder alles auf einmal.

    Es ist wichtig, dass du ein Warum hinter deinen Absichten hast. Genau das bewirkt eine Vision, ein Wunsch oder ein Ideal.

    Werde dir darüber klar, was du möchtest. Nimm dir Zettel und Stift und formuliere dein Warum. Wir brauchen dein Warum bei Punkt 2.

    Falls du bisher kein Warum hattest und gerade denkst, ich starte erstmal nur damit – lies weiter.

    Es gibt einen Nachteil beim Wunsch, Ideal oder einer Vision.

    Nichts davon ist greifbar.

    Es ist wie der Horizont und da liegt die Gefahr. Du hast nie das Gefühl anzukommen, wenn du den Fokus nur auf den Horizont legst.

    Das bringt uns zu Punkt 2.

    #2 Du brauchst messbare und spezifische Ziele

    Spoiler… Hier liegt das Potenzial zu mehr Motivation. 

    Unterteile diese Ziele und versehe sie mit Deadlines.

    Es ist die einzige Möglichkeit Fortschritte im Training sichtbar zu machen.

    Der Horizont ist nicht greifbar, aber der Weg zum Horizont ist es.

    Bleiben wir bei den Beispielen von oben.

    So könnten die messbaren und spezifischen Ziele aussehen.

    In vier Wochen sitze ich 30 Sekunden in der tiefen Hocke, ohne umzufallen.

    In zwölf Wochen hebe ich beide Arme gestreckt und vertikal über den Kopf, ohne im unteren Rücken auszuweichen.

    Bei stark und muskulös kommt es drauf an, welches Bild du beim Wunsch im Kopf hast. 

    Möglicherweise sind es: 

    In zwei Jahren bewege ich mein halbes Körpergewicht über die volle Bewegung vom Turkish Get Up.

    In zwei Jahren hebe ich mein zweifaches Körpergewicht beim Kreuzheben auf fünf perfekte Wiederholungen.

    In zwei Jahren wiege ich auf 1,80 Meter genau 85kg, bei einem Körperfettanteil von 10 Prozent.

    Die ersten zwei Ziele sind eher Kurzzeitziele und die drei anderen eher Langzeitziele.

    Ziele auf Wochen-, Monats- und Jahresbasis zu planen, inklusive realistischen Deadlines, macht am meisten Sinn.

    Nimm deine Notizen zur Vision, Wunsch oder deinem Idealzustand und übersetze das Ganze in messbare und spezifische Ziele. 

    Beginne mit den Langzeitzielen und plane von dort die mittel- und kurzfristigen Ziele. Und achte darauf, dass es ein realistisches Trainingsziel bleibt.

    Realistische Ziele sorgen dafür, dass aus dem Weg eine Gewohnheit wird.

    #3 Du brauchst die passende Strategie (oder eine gute Intuition)

    Du hast dein Warum und du hast den Weg. Jetzt musst du nur noch herausfinden, mit welchem Vehikel du diesen Weg am besten zurücklegen kannst.

    Dieses Vehikel zu finden, ist gar nicht so einfach. Das ist die schlechte Nachricht.

    Die gute Nachricht…

    Alle Wege führen nach Rom und es bieten sich unzählige Möglichkeiten deine Ziele zu erreichen.

    Auf deine Intuition zu hören, wäre die einfachste Antwort. Aber die wenigsten Männer haben bereits Zugang. Da bräuchte es vorher noch ein paar Artikel in diese Richtung.

    Es kommt drauf an, ist die zweiteinfachste Antwort und fast genauso unbefriedigend.

    Worauf kommt es denn an, fragst du?

    1. Auf deinen Ist-Zustand. Welche mentalen und körperlichen Voraussetzungen du für dein spezifisches Ziel mitbringst. 
    2. Auf deine Ressourcen. Welche materiellen und logistischen Voraussetzungen du für dein spezifisches Ziel mitbringst.

    Nochmal kurz zur Intuition. Es ist kein Zufall, dass du diesen Artikel liest. Die passende Antwort für dein Ziel befindet sich wahrscheinlich hier irgendwo auf der Seite.

    Wie kann das sein? Keine Ahnung wie ich das erklären soll. Intuition hat keine Logik.

    Einen Tipp habe ich noch für dich.

    Such dir jemanden der dein Ziel schon erreicht hat.

    Wer ist den Weg bereits vor dir gegangen und hatte ähnliche Voraussetzungen? Oder wer hat jemanden wie dir geholfen, dieses Ziel, mit ähnlichen Vorraussetzungen, zu erreichen?

    Es gibt zig Menschen, die deinen Weg gegangen sind und wissen, wie auch du ihn erfolgreich gehen kannst. Und das gilt für alle Ziele, auch übers Training hinaus.

    Kommen wir zum wichtigsten Punkt und die Hauptintention hinter diesem Artikel.

    #4 Wachstum versus Lücke

    An dieser Stelle hast du alles was es braucht. 

    Jetzt müssen wir nur kurz über bessere Fortschritte und mehr Motivation sprechen.

    Ich hatte es schon unter Punkt 2 angeteasert.

    Das Potenzial zu mehr Motivation liegt in den messbaren Zielen.

    Es kommt jedoch darauf an, wie du die Fortschritte deiner Ziele misst.

    It’s all about FOKUS.

    Es bieten sich zwei Möglichkeiten:

    1. Möglichkeit – Du kannst die Lücke messen, zwischen deinem momentanen „Stand“punkt und dem „End“punkt.
    2. Möglichkeit – Du kannst das Wachstum messen, zwischen deinem „Start“punkt und deinem momentanen „Stand“punkt.

    Der Fokus bei der ersten Möglichkeit liegt auf dem, was du noch nicht erreicht hast.

    Der Fokus bei der zweiten Möglichkeit liegt auf dem, was du bereits erreicht hast.

    Lass das mal sacken…

    … und rate, worauf die meisten den Fokus legen?

    Ganz genau…

    … auf den Mangel.

    Falls du dich gerade selbst dabei erwischt hast, entspann dich. 

    Es ist genau das, worauf wir als Kinder und Jugendliche programmiert wurden. 

    Wir schauen zuerst darauf, wo wir noch „nicht gut genug“ sind oder wir etwas „falsch gemacht“ haben.

    Das ist jedoch keine Ausrede, um im Mangel zu bleiben.

    Beginne dich auf Wachstum zu konzentrieren und vermeide die Lücke.

    Der Fokus auf die Lücke ist der Grund, warum die meisten Männer weit hinter ihren Fortschritten im Training zurückbleiben, die sie erreichen könnten.

    Es ist auch der Grund für Unzufriedenheit und mangelnde Motivation.

    Du weißt nun, wie du mehr Motivation erleben wirst und parallel bessere Fortschritte im Training.

    Du kennst die Reihenfolge und weißt, worauf du den Fokus legen darfst. Und du hast bestimmt schon erkannt, dass sich das Ganze nicht nur auf deine Fortschritte im Training anwenden lässt.

    Denn egal, wie viel Erfolg du im Leben hast, wenn du den Fokus ausschließlich auf den Mangel legst, wirst du immer unzufrieden damit sein.

    Welche Fortschritte hast du im Training bereits verzeichnet, seit du angefangen hast zu trainieren?

    Egal wie klein oder groß. Und falls du noch gar nicht angefangen hast zu trainieren, schau in einem anderen Lebensbereich.

    Teile es mit mir in den Kommentaren, um uns direkt auf Wachstum umzuprogrammieren. Es ist wie ein Muskel – mit jeder Wiederholung wird er stärker.

    3 Gedanken zu „4 Dinge für bessere Fortschritte im Training und mehr Motivation“

    1. Pingback: Wie du eine Gewohnheit entwickeln kannst, für mehr Motivation im Training › Vereinfache Dein Training

    2. Pingback: 5 wertvolle Lektionen über das Leben unterrichtet vom Turkish Get Up › Vereinfache Dein Training

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